Am Dienstag, den 28. 02. 2012
wird informiert und diskutiert ab 19.00 Uhr
im HUZUR Nachbarschaftstreffpunkt Bülowstr. 94/Ecke Frobenstr. (Bln-Schöneberg)
"PROSTITUTION: VERBOT FÜR DAS ÄLTESTE GEWERBE DER WELT?
Kann man das älteste Gewerbe der Welt abschaffen? Was bedeutet ein Verbot der Prostitution?"
Weitere Infos: hier
Konzessionen für Bordelle
Ein Ergebnis der Evaluation des Prostitutionsgesetzes war der
erklärte Wille der Bundesregierung, deutschlandweit Konzessionen für
bordellartige Betriebe rechtlich möglich zu machen. Konzessionen bedeuten
einerseits das Erfüllen von gesetzlichen Verpflichtungen und ggf. von Auflagen,
auf der anderen Seite RECHTSSICHERHEIT. Um dieses Ziel zu erreichen, was
in unserem föderalen Staat kein leichtes Unterfangen ist - neben den vielfältigen
moralischen Bedenken -, hielt das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
mehrere Workshops ab. Das Ziel, Regelungen für Konzessionen zu schaffen,
wurde nicht erreicht; aber ein Reader gönnt uns "Aussenstehenden" zumindest eine umfangreiche Lektüre. Daneben
wird ein klares Bild der kontroversen Strömungen in diesem Land aufgezeigt und
auch manches wichtige Argument geliefert und Erfahrungen aus anderen
Städten skizziert, was bei einer Auseinandersetzung mit Behörden helfen könnte.
"Regulierung von Prostitution und Prostitutionsstätten - ein gangbarer Weg zur Verbesserung der Situation der Prostituierten und zur nachhaltigen Bekämpfung des Menschenhandels? Möglichkeiten und Grenzen des Gewerberechts; Schnittstellen zwischen Gewerberecht- und Polizeirecht"
Die Online-Fassung ist zu finden unter dem Link http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=125706.html .
Der Reader kann
auch als gebundene Broschüre kostenlos bestellt werden beim
Publikationsversand der Bundesregierung.
* * * * *

Pressemitteilung vom 29. Juni 2009:
HURRA – das Urteil ist rechtskräftig!
Das positive Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 05. 05. 2009 (Urteil der 19. Kammer – VG 19 A 91.07) ist rechtskräftig! „Salon Prestige darf weiter betrieben werden.“ Die Frist zur Einlegung der Berufung ist abgelaufen. Außerdem wurde zuvor auf politischer Ebene im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf die Entscheidung getroffen, das Urteil zu akzeptieren.
Damit folgte die Politik dem Gericht und erkannte die Realitäten an: prostitutive Einrichtungen sind so verschieden, dass man sie nicht per se über einen Kamm scheren kann und erst recht wird ihnen keine Typisierung, wie sie im Baurecht für andere Gewerbe üblich sind, gerecht.
Das Gericht hatte sich in einem aufwendigen Gerichtsverfahren erstmals mit den örtlichen Begebenheiten, aber auch mit den Geschäftsstrukturen und den Arbeitsbedingungen auseinandergesetzt. Zudem hatten alle angehörten Experten bestätigt, dass der Salon Prestige ruhig und diskret, fast unauffällig geführt wird und mit keinerlei Störungen in Verbindung gebracht werden kann.
Damit waren alle (klischeehaften) Vorwürfe des Bauamtes widerlegt worden, dass sich zudem immer nur auf Gerichtsurteile, hauptsächlich auf die von Eilverfahren bezogen hatte. Die Baugesetze, besonders das Bauplanungsrecht und die Baunutzungsverordnung nennen dagegen Prostitution und Bordelle mit keinem Wort und enthalten auch keinerlei Regelungen für diese Branche. Auch ist ihnen grundsätzlich eine sozialethische Bewertung fremd.
Das umfangreiche und herausragende Urteil dürfte danach sowohl Signalwirkung für alle anderen anhängigen Verfahren haben, als auch für die Politik und Verwaltung Anlass sein, nun endlich klare Regelungen und Rechtssicherheit – nach einer Einzelfallprüfung - zu schaffen und das Prostitutionsgesetz weiter umzusetzen.
Nach dem Aufsehen erregenden Prozess in Sachen Cafe Pssst! (im Jahre 2001) im Bereich des Gewerberechtes hat damit erneut das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf für Furore und für einen Paradigmenwechsel, nun im Baurecht, gesorgt.
Das lesenswerte Urteil zum downloaden: hier.
*****
H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H
an Maxi, den Salon Prestige und alle UnterstützerInnen/MitkämpferInnen
Was lange währt,…
- Erfolg für Berliner Wohnungsbordelle -
Politik und Verwaltung haben sich lange gesperrt: sie wollten keine Entscheidung treffen, die den Wirklichkeiten und den Zielvorgaben des Prostitutionsgesetzes entsprachen. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht in einem ersten Hauptsacheverfahren entschieden und mit Urteil vom 05. 05. 2009 für Recht erkannt: „“Salon Prestige“ darf weiter betrieben werden.“ (Urteil der 19. Kammer - VG 19 A 91.07) Damit wurde nach einem jahrelangen politischen Streit ein entscheidender Sieg – über den Einzelfall hinaus - für die gesamte Prostitutionsbranche in Deutschland und speziell in Berlin erzielt. Das bemerkenswerte Urteil hat Signalwirkung für ähnlich geartete Fälle und wird von historischer Bedeutung sein wie seinerzeit der Fall des Unsittlichkeitsdogmas im Gewerberecht (Fall Felicitas Weigmann/Cafe Pssst!).
Nach einem Ortstermin und einer umfangreichen Beweisaufnahme war das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass es sich bei dem Salon Prestige um eine „prostitutiven Einrichtung“ handelt, bzw. um einen nicht in rechtlich relevanter Weise störenden und daher bauplanungsrechtlich ausnahmsweise zulässigen Gewerbebetrieb in einem Mischgebiet.
Damit war das Gericht zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie unzählige PolitikerInnen und Beamte zuvor nach unzähligen Gesprächen und „Bordellbesichtigungen“: bordellartige Betriebe in Wohnhäusern zeichnen sich i. d. R. durch ein besonderes Betriebskonzept aus, das geprägt ist von Ruhe, Diskretion und Anonymität. Mehr ist nicht!
Dies bestätigten auch die sachverständigen Zeugen vor Gericht:
Herr Geppert, der zuständige Kontaktbereichsbeamter bestätigte die Unauffälligkeit des Betriebes,
Heike Rudat, die Leiterin des Dezernats „Organisierte Kriminalität – Rotlichtkriminalität“ bestätigte das Fehlen von Kriminalität und befürwortete zudem die Konzessionierung dieser „Wohnungsbordelle“, was auch zu mehr Transparenz führe,
Wiltrud Schenk, die leitende Sozialarbeiterin des Gesundheitsamts Charlottenburg-Wilmersdorf sprach von guten Arbeitsbedingungen und
Beate Leopold konnte als Soziologin auf die wissenschaftlich erhobenen Daten und Fakten ihres Gutachtens „Berliner Wohnungsbordelle in Wohn- und Mischgebieten“ verweisen, wobei der Salon Prestige eins der untersuchten Bordelle darstellte.
Insgesamt setzte sich das Verwaltungsgericht erstmals und ausführlich mit so ziemlich allen Aspekten der Prostitution auseinander und kam, neben einer neuen Wortschöpfung, der „prostitutiven Einrichtung“ als Oberbegriff, u. a. zu dem Ergebnis, dass die verschiedenen bordellartigen Betriebe so verschieden sind und z. T. nicht miteinander verglichen werden können, dass eine typisierende Betrachtung, wie sie im Baurecht die Regel ist, bei der bauplanungsrechtlichen Bewertung von Bordellen ausscheidet. Außerdem unterstrichen sie, dass sich eine sozialethische Betrachtung bei der bauplanungsrechtlichen Beurteilung von Bordellen grundsätzlich verbietet und bestätigten damit ausdrücklich die unmoralische Intention des Baurechts - erst recht bei einem "nicht feststellbaren Störpotentials".
Im Fall des „Salon Prestige“ wurde auf jeden Fall gerichtlich bestätigt, dass keinerlei Störungen vorliegen und auch in der Zukunft nicht zu erwarten sind. Dieses Bordell darf also weiter betrieben werden und das Bauamt muss ihm eine Nutzungsgenehmigung erteilen.
Natürlich stellt sich jetzt die Frage nach der Fortsetzung:
Wird das Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gegen das Urteil Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen?
Werden die PolitikerInnen das Urteil umsetzen und durch klare, realitätsangepaßte Regelungen ein einheitliches Verwaltungshandeln im Baurecht schaffen?
Wird Schluss sein mit den obskuren Bordellschließungen?
Doch wir feiern erst mal und gratulieren der mutigen und zielstrebigen Betreiberin, ihrer Anwältin Margarete von Galen und allen UnterstützerInnen.
Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts: hier
* * * * *

05. 05. 2009, 11.00 Uhr
Öffentliche Verhandlung: Verwaltungsgericht Berlin, Kirchstr. 7, Berlin-Moabit
Saal 304, 4. Etage
Es findet das erste Hauptsacheverfahren
zur Bewertung von bordellartigen Betrieben (speziell den so genannten Berliner „Wohnungsbordellen“)
nach dem Baurecht statt.
Endlich wird in Berlin über die Frage der
Bewertung von bordellartigen Betrieben und besonders den so genannten
"Berliner Wohnungsbordellen" in einem Hauptsacheverfahren vor dem
Verwaltungsgericht verhandelt. Dabei spielen die immer wieder erklärten
Behauptungen der "milieubedingten Begleiterscheinungen" und der "Störungen des
Wohnumfeldes" eine Rolle und müssen in einem Einzelfall bewiesen werden bzw.
gilt es umgekehrt die Seriosität, Ruhe, Anonymität und Fügung dieses
Prostitutionssegmentes im Wohnumfeld zu belegen.
In dem nun schon seit Jahren währenden Streit zwischen den bordellartigen
Betrieben und den Behörden, mit vielfältigen Interventionen der Politik, soll
nun die Judikative die Lösung finden.
* * * * * * *
Als im Jahre 2006 die ersten „Wohnungsbordelle“ in Berlin vom Bauamt wie aus heiterem Himmel so genannte Nutzungsuntersagungen erhielten, glaubten sie zunächst an einen Scherz. Denn z. T. bestanden sie schon seit mehreren Jahren – eins über 20 Jahre; alle waren ordnungsgemäß beim Gewerbeamt angemeldet unter der damals (lange vor dem ProstG) üblichen und vom Amt vorgegebenen Bezeichnung „Gewerbliche Zimmervermietung“.
Das Bauamt hatte sich in all den Jahren nie gekümmert. Jetzt unterstellten sie plötzlich u. a. „milieubedingte Begleiterscheinungen“, „Störung der Umgebung“ und „Unvereinbarkeit mit dem Begriff des Wohnens“. Allerdings legten sie dafür keine Beweise vor, sondern verwiesen auf Gerichtsurteile, wo diese Vorwürfe angeblich für alle Bordelltypen festgestellt worden waren. Also für Bars, Massagestudios, Sexkinos, Wohnungsbordelle, etc.
Der Anlass für das Einschreiten des Bauamtes war zunächst ein dubioses, anonymes Schreiben, das ausschließlich mehrere websides von Bordellen aufzählte.
Da die obigen Vorwürfe nicht bei den ersten angeschriebenen Wohnungsbordellen zutrafen, glaubten diese sich auf der sicheren Seite. Sie arbeiteten, entsprechend dem Kriterium der Berliner Wohnungsbordelle, ruhig, unauffällig, ohne blinkende Leuchtreklame, ohne Musik oder Alkoholausschank, diskret in Wohnhäusern und pflegten ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Doch das Bauamt beachtete die Einwände der BordellbetreiberInnen nicht. Sie wollten sich nicht mit dem Einzelfall befassen, sondern pochten auf die im Baurecht für andere Gewerbe übliche „typisierende Betrachtung“. Dabei ließen sie völlig unberücksichtigt, dass das Baurecht, speziell die Baunutzungsverordnung Prostitution und bordellartige Betriebe mit keinem Wort nennt und dass eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Bordell-Typen noch entwickelt werden müsste.
Gleichzeitig gingen die Bauämter rigoros gegen die Wohnungsbordelle vor indem sie die Nutzungsuntersagungen bestückten mit der „Anordnung der sofortigen Vollziehung“. Diese leitet ggf. ein weiteres Gerichtsverfahren ein, das so genannte EILVERFAHREN, wo die Gerichte ebenfalls nicht den Einzelfall prüfen, sondern schnell und typisierend entscheiden.
So jagte ein Gerichtsverfahren das andere und alle endeten schnell in der letzen Instanz. Mutige machten sich auch auf zum Berliner Verfassungsgericht.
Die Absurdität der Situation, die Realitätsferne mancher Behörden und die befürchteten Konsequenzen für die gesamte Berliner Prostitutionslandschaft rief den BSD und BordellbetreiberInnen auf den Plan:
Fragen über Fragen, die im Laufe der letzten aktiven drei Jahre von niemandem beantwortet wurden.
Doch die Aktiven im BSD waren wild entschlossen, sich den Behörden und der Politik zu öffnen, bisher nicht gekannte Transparenz zu gewähren, den Dialog auf allen Ebenen zu führen, um
Wenn das ProstG die Rechte der Prostituierten stärken sollte, so muss auf der unterste, der kommunalen Ebene sichergestellt werden, dass es auch ORTE gibt, wo sie diese Rechte eingeräumt bekommen. Fallen die ORTE weg, ist es auch mit den Rechten nicht weit her.
In den letzten drei Jahren kam es zu intensiven Gesprächen mit Ausschussmitgliedern und den Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) und den entsprechenden Fraktionen. In den BVV`s wurden Beschlüsse verabschiedet für den Erhalt der Wohnungsbordelle, die Einführung einer Rechtssicherheit und doch reagierten die Bauämter nicht entsprechend. Ähnlich verhielt es sich mit dem Berliner Abgeordnetenhaus: die Mehrheit war für eine andere Behandlung der Wohnungsbordelle – doch die Minderheit mauerte einfach.
Auch RUNDE TISCHE wurden ins Leben gerufen und verbrachten viel Zeit und Mühe und blieben doch ohne Ergebnis.
Durch Besuche bei Stadträten des Bauamtes, der Wirtschaft, der Gesundheit, bei Frauenbeauftragten und BürgermeisterInnen konnten einige als aktive UnterstützerInnen gewonnen werden. So traten Herr Schulte (SPD), Wirtschaftsstadtrat und Frau Schmiedhofer (B`90/die Grünen), Gesundheitsstadträtin von Charlottenburg-Wilmersdorf in einer Pressekonferenz für ein anderes Umgehen mit bordellartigen Betrieben ein und für die Einführung von Mindeststandards im Gewerberecht begleitend mit Konzessionen.
Ebenso kam es zu einer Podiumsdiskussion bei ver.di, wo u. a. die Polizei, PolitikerInnen des Berliner Abgeordnetenhauses und der Bürgermeister und Baustadtrat von Friedrichhain-Kreuzberg Herr Dr. Schulz (B`90/Die Grünen) sich ebenfalls für den Erhalt der Wohnungsbordelle engagierten.
Bordellbesichtigungen wurden organisiert und manch eine Politikerin (bis hoch in den Bundestag) setzte das erste Mal den Fuß in das „sündige Gewerbe“ und zeigte sich erstaunt und angetan über das freundliche, unspektakuläre Tagesgeschäft und das selbstbewußte Auftreten der Prostituierten.
Nun steht also das erste Hauptsacheverfahren zu einem Einzelfall, dem Salon Prestige in Charlottenburg-Wilmersdorf, in Berlin an. Das Verwaltungsgericht wird sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Störung der Wohnruhe, z. B. durch so genannte milieubedingte Begleiterscheinungen besteht und dazu unterschiedliche Experten als Zeugen hören.
Wohlgemerkt:
Es erfolgt die Bewertung dieses Einzelfalles! Dieser Einzelfall hat jedoch mit allen anderen Wohnungsbordellen gemein, dass man ihn nicht sieht, wie schon eine Photoausstellung über ein unsichtbares Gewerbe „Ich sehe was, was Du nicht siehst …. und das ist ein Puff“ gezeigt hatte. Grundsätzlich sind die einzelnen Prostitutionsbetriebe so verschieden wie in kaum einer anderen Branche. Man kann auch nicht so ohne weiteres eine Würstchenbude mit einem Restaurant in einem 5-Sterne-Hotel vergleichen!
|
|
|
Ich sehe was, was du nicht siehst ... und das ist ein
Puff. |
|
|
Die Photoausstellung entstand analog zum Zusammenschluss mehrerer BordellbetreiberInnen, die sich gegen die Schließung ihrer unsichtbaren, seriösen, bordellartigen Betriebe durch die Bauämter juristisch, politisch und öffentlich wehren.
Die Photos zeigen zunächst Straßenschilder aus unterschiedlichen Berliner Bezirken und einigen anderen deutschen Städten; dann sind die Fronten von normalen Wohnhäusern zusehen, hinter denen sich die erotischen Geschäfte diskret und ruhig abspielen, sowie die Haustüren und Klingelanlagen. Wer sich vorher nicht intensiv erkundigt und recherchiert hat, weiß nicht, wo er läuten soll.
Dagegen gestellt werden Photos von anderen Gewerben, wie Supermärkte, Banken, Gaststätten, Kioske und Anwaltskanzleien, die alle öffentlicher, greller, leuchtender mit eigener Werbung auf sich aufmerksam machen.
Die Ausstellung unterstreicht bildlich die Feststellungen der BordellbetreiberInnen:
„Wir führen unsere Geschäfte diskret und ruhig und seriös und distanzieren uns von Lärm, Gewalt und Zwang – auch im Interesse der bei uns arbeitenden Frauen und aller Kunden. Die sog. „typisierende“ Betrachtung und die pauschalen Vorwürfe der Verwaltungsgerichte „milieubedingte Begleiterscheinungen“ und „Störung der Umgebung“ treffen bei uns nicht zu.“
Wissen Sie, hinter welchem Fenster sich ein bordellartiger Betrieb verbirgt?
Jedes andere
Gewerbe ist auffälliger!

25. 03. 2009: Heute vor 7 Jahren -
kurz nach dem Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes - wurde der Bundesverband Sexuelle
Dienstleistungen e. V. gegründet. Nach wie vor ist er als Berufsverband der
Prostitutionsbranche und als Zusammenschluss von SexarbeiterInnen und
BordellbetreiberInnen wichtig und unverzichtbar. Entsprechend der Satzungsziele
setzt er sich ein
- für eine wirtschaftliche Verbesserung der jeweiligen Aktivitäten,
- für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes,
- für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit
sexuellen Dienstleistungen in der Gesellschaft
und die Vermittlung eines
realistischen Bildes von Prostitution.
H E R Z L I C H E N
G L Ü C K W U N S C H und viel Erfolg bei den kommenden
Herausforderungen!
D I A L O G im
L E Y D I C K E
- lesen – vortragen – wechselweise reden – diskutieren – streiten – ins Gespräch kommen –
„Verändern wir die Welt ….“
Stephanie Klee im Gespräch mit Juppy von der ufaFabrik
21. 12. 2008, 19.00 Uhr
Einlass: 18.00 Uhr
Ohne Juppy ist die ufaFabrik nicht denkbar: er hat das alte ufa-Gelände mit vielen anderen Gleichgesinnten 1979 „friedlich besetzt“ und anschließend aus dem zwar legendären, aber heruntergekommenen Gelände peu a peu ein Kultur-Imperium aufgebaut mit Kindercircus, Variete- und Theatersälen, Freilichtbühne, Bäckerei, Bio-Laden, Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum, dem Kinderbauernhof, einer Sambaschule, einem Heizblockkraftwerk, zwei Windrädern, einer Solaranlage und vielem, vielem mehr: DIE Oase in der Stadt.
Und obwohl Juppy gerade 60 Jahre alt geworden ist, denkt er noch lange nicht ans Abdanken. Er ist der Multikultur-Impresario der ufaFabrik; die Bühne ist seine Welt.
Beim 3. Termin im Rahmen der Veranstaltungsreiche „Dialog im Leydicke“ steht Juppy auf unserer Bühne und liest aus seinem Buch „Aus dem Leben eines Revoluzzers“. Im anschließenden Gespräch können wir u. a. auch der Frage nachgehen, inwieweit Parallelen zwischen Kunst und Prostitution bestehen.
Stephanie Klee arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Prostitution und verfolgt gern einen künstlerischen Ansatz, um Prostituierte und die Branche aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und neben den Schmuddelecken die positiven Aspekte hervorzuheben - für mehr Rechte von SexarbeiterInnen und einen realistischeren Dialog der BürgerInnen mit ihnen.
21. 12.
2008, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr, freier Eintritt
Leydicke, Mansteinstr. 4 (U + S-Bahn Yorckstr.)
Einladung zum downloaden: hier
Bisherige Veranstaltungen:
19. 10. 2008: Die Ordnung der Geschlechter – eine Blütenlese - : Erotische Lesung mit Stephanie Klee (download)
16. 11. 2008: Sex & Crime: Krimi-Lesung mit Marcel Feige (download)
Foto-Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde"
"Kondome unterwegs"
vom 17. 01. - 18. 04. 2008 in Berlin

Seit dem Welt-AIDS-Tag 2003 zieht die Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde" in unterschiedlich großen Formationen in auffälligen Kondom-Ganzkörperkostümen - wahren Hinguckern - über Straßenfeste, vorbei an Touristenattraktionen, nahm teil an Ausstellungen und Messen, tanzte beim legendären Karneval der Kulturen, lief mit beim CityLauf und war begeistert mit den Fans vor den Fußballspielen. Dabei verteilten wir Kondome und Postkarten mit den so genannten 10 Freier-Empfehlungen.
Während der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2006 waren wir natürlich Teil des deutschlandweiten Bündnisses im Rahmen der context-freiersein-Kampagne.
Die Ausstellung zeigte Fotos von den einzelnen Aktionen und gab weitere
Informationen. Sie war zu sehen
- im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,
10585 Berlin,
- im Rathaus Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin,
- im Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Ahlbecker Str. 15, 10437 Berlin,
- in der Agentur Liberty,
Martin-Luther-Str. 14, 10777 Berlin,
- bei HYDRA e. V., Köpenicker Str. 187 - 188, 10997
Berlin,
- im Zentrum für sexuelle Gesundheit, Hohenzollerndamm 174, 10713 Berlin, wo
auch am 18. 04. 2008 die Finissage stattfand, dem vorläufigen Ende der
Wanderausstellung.
Impressionen von den einzelnen Ausstellungsorten:

Die Bezirksbürgermeisterin Frau Thiemen, die Sozialstadträtin Frau Schmiedhofer und der Wirtschaftsstadtrat Herr Schulte bei der Ausstellungseröffnung am 17. 01. 2008 - in froher Eintracht mit unserem Kondom.

Rathaus
Charlottenburg


Rathaus Wilmersdorf
beim
Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen
im
Superschicken Liebestempel "Liberty"
Einen besonders schönen Bericht und ein weiteres exzellentes Foto lieferte die Berliner Woche auf Seite 4.
bei
HYDRA
im Zentrum für sexuelle Gesundheit
Wiltrud Schenk begrüßt die Gäste bei der Finissage.
|
|
|
Ich sehe was, was du nicht siehst ... und das ist ein
Puff. |
|
|
Die Photoausstellung entstand analog zum Zusammenschluss mehrerer BordellbetreiberInnen, die sich gegen die Schließung ihrer unsichtbaren, seriösen, bordellartigen Betriebe durch die Bauämter juristisch, politisch und öffentlich wehren.
Die Photos zeigen zunächst Straßenschilder aus unterschiedlichen Berliner Bezirken und einigen anderen deutschen Städten; dann sind die Fronten von normalen Wohnhäusern zusehen, hinter denen sich die erotischen Geschäfte diskret und ruhig abspielen, sowie die Haustüren und Klingelanlagen. Wer sich vorher nicht intensiv erkundigt und recherchiert hat, weiß nicht, wo er läuten soll.
Dagegen gestellt werden Photos von anderen Gewerben, wie Supermärkte, Banken, Gaststätten, Kioske und Anwaltskanzleien, die alle öffentlicher, greller, leuchtender mit eigener Werbung auf sich aufmerksam machen.
Die Ausstellung unterstreicht bildlich die Feststellungen der BordellbetreiberInnen:
„Wir führen unsere Geschäfte diskret und ruhig und seriös und distanzieren uns von Lärm, Gewalt und Zwang – auch im Interesse der bei uns arbeitenden Frauen und aller Kunden. Die sog. „typisierende“ Betrachtung und die pauschalen Vorwürfe der Verwaltungsgerichte „milieubedingte Begleiterscheinungen“ und „Störung der Umgebung“ treffen bei uns nicht zu.“
Wissen Sie, hinter welchem Fenster sich ein bordellartiger Betrieb verbirgt?
Jedes andere
Gewerbe ist auffälliger!
Fachtagung
"Prostitutionskunden
- Sich austauschen, um Standpunkte zu verrücken"
Inzwischen
liegt die Dokumentation dieser am 5./6. November 2003 in Frankfurt am Main durchgeführten
Tagung vor - erstellt von Christiane Howe im Auftrag der Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit (gtz), Sektorvorhaben
"Bekämpfung des Frauenhandels" - herausgegeben von context - Centrum für Prostitutionsstudien.
Die Dokumentation kann hier im pdf-Format heruntergeladen werden
(575 KB).
Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde"
Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes
Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, der Prostituiertenberatungsstelle HYDRA e.
V., des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen e. V. und von highLights. In
unterschiedlichen Aktionen wenden wir uns seit Mitte 2003 an Männer, sprechen
sie an und machen sie auf ein wünschenswertes Verhalten gegenüber Prostituierten
aufmerksam. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 nahmen wir in einem
größeren Berliner Verbund teil an der bundesweiten freiersein-Kampagne von context-cps e. V.
Knigge für Prostitutionskunden
Der Besuch bei einer Prostituierten wird Ihnen mehr Freude bereiten, wenn Sie
folgende Regeln beachten:
Diese 10 Regeln für einen angenehmen Besuch bei einer
Prostituierten wurden erstellt von der Holländischen Freiergruppe: Stichting Man en Prostitutie.
Bei den Aktionen tragen wir z. T. "Ganzkörperkondome" und führen
Infomaterial in "Bauchläden" mit. Sie werden an unterschiedlichen
Orten durchgeführt, wo Männer anzutreffen sind, z. B.

Fotograf: Andreas Labes
|
|
Übung vor dem Karneval - Action und Dabei-Sein beim Karneval
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Fotograf: Olaf Matzat/ MZ Photodesign |
|
|
|
|
|
|
|
|||
„prostitution – mail
art installation“
von Elke Grundmann und Sigismund Urban im
Stuttgarter Kunstverein
www.stuttgarter-kunstverein.de
22. 10. – 20. 11.
2003: Ausstellung
20. 10. 03: 19.00 Uhr:
Round-Table-Veranstaltung von ver.de „Prostitution –
ein ganz normaler Beruf?“
Stuttgarter Zeitung, 24. 11. 2003:
Huren auf der Suche nach neuem
Selbstbewusstsein
Prostituierte wollen sich
nicht weiter diskriminieren lassen: „Was wir tun, ist Arbeit, die als solche
auch angesehen werden soll“
Künstler, Prostituierte, Gewerkschafter und das
Gesundheitsamt haben sich an eine Tisch
gesetzt, um über das Thema
„Prostitution – ein Beruf wie jeder andere? Zu diskutieren. Und alle sind
sich einig: „Wir fordern endlich mehr Anerkennung.“
Von Katharina Weber
Stephanie Klee ist von Beruf Hure. Und sie ist stolz drauf. Jahrelang hat sie
die Dienste am Mann verrichtet: auf der Straße, in
Wohnungen und Bordellen. Heute ist sie selbst Betreiberin eines Establishments
und lernt als „Althure“, wie sie sich bezeichnet,
die jungen Frauen ein, steht ihnen zur Seite, erteilt Ratschläge. „Ich verdiene
damit meinen Lebensunterhalt wie jeder andere. Ich
muss wirtschaftlich und zukunftsorientiert denken. Die Dienstleistung, die ich anbiete,
ist etwas elementar Wichtiges – wie Essen,
wie ein Dach über dem Kopf“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich verlange,
dass das akzeptiert wird. „Sex gegen Geld werde in der
Gesellschaft als etwas Schlechtes angesehen – „aber der Makel hängt
immer nur der Hure an, nie dem Freier“. Die Emotionen
schlagen hoch bei der Diskussionsrunde am Donnerstagabend im Stuttgarter Kunstverein
zum Thema „Prostitution, ein Beruf wie
jeder andere?“
Die beiden Berliner Künstler Sigismund Urban und Elke Grundmann haben mit
ihrem Mail-Art-Projekt zum Thema Prostitution
den Rahmen für die Diskussionsrunde geschaffen. 726 Beiträge aus aller
Welt haben sie erhalten. „Eine Resonanz, die weit über
das Übliche hinausgeht“, sagt Elke
Grundmann. Grund genug auch für die
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sich an der
Diskussionsveranstaltung als Mitorganisator zu beteiligen. „Trotz der neuen
Prostitutionsgesetze, die am 1. Januar 2002 in Kraft
getreten sind, hat sich aus gewerkschaftlicher Sicht die Praxis im
Bereich der sexuellen Dienstleistungen noch
nicht wesentlich
verändert“, sagt Marcus Borck vom Verdi-Bezirk
Südbaden. „Deshalb möchten wir als gesellschaftspolitische Kraft eine Lobby
für die Prostituierten schaffen.“
Mit den neuen Prostitutionsgesetzen ist zwar die
Sittenwidrigkeit aufgehoben und die Rechtslage der Sexarbeiterinnen geregelt
worden, die Akzeptanz des Berufsstandes ist jedoch weiterhin verschwindend
gering. „Bis heute wird die Prostitution nicht
als
Arbeit gewertet, es sit aber Arbeit und sollte in
allen Belangen als solche angesehen werden“, sagt
Margarete Schick-Häberle
vom Stuttgarter Gesundheitsamt, wo es die einzige Beratungsstelle der
Landeshauptstadt für Prostituierte gibt. Trotzdem nähme
es immer weiter zu, dass die Frauen nicht mal krankenversichert seien, so Schick-Häberle. „Ich erlebe es immer
häufiger, dass
50- bis 60-jährige Huren am Ende mit einer
Rente von 120 Euro dastehen. „Frauen, die
jahrelang jene Dienstleistungen
angeboten haben,, die von einer Statistik von Verdi täglich von 1,2 Millionen
Männern deutschlandweit in Anspruch genommen
wird. „Und dabei kommt es immer nur zur Abwertung der Frau, nie jener des Mannes“,
sagt Schick-Häberle.
Abwertung erfahren Prostituierte tagtäglich. „Ich habe einen legalen
Betrieb, nicht anders als ein Dachdecker oder Frisörsalon“,
erzählt eine Frau aus dem Publikum. „Trotzdem kommt bei mir
wöchentlich die Polizei und kontrolliert – das
ist gegen die
Menschenwürde.“ Mit 20 Polizisten ist
die Sitte in Stuttgart ausgestattet. Ihre
Hauptaufgabe lautet: Schutz der Frauen.
„Wöchentlich finden auf dem Stuttgarter Straßenstrich, wo rund ein
Drittel der Prostituierten arbeitet,
gewalttätige Übergriffe
statt“, entgegnet eine andere Teilnehmerin aus dem Publikum. „Wenn
die Polizei nicht wäre, würde Blut fließen.“
Doch die
Anwesenden wollten nicht der Zwangs- und
Beschaffungsprostitution, die häufig auf der
Straße stattfindet, in einen Topf
geworfen werden. „Natürlich ist das kriminell und gehört bestraft“,
sagt Stephanie Klee, „aber
wir sind selbstbestimmte,
freiwillige und erwachsene Prostituierte. Und ich bin es leid, immer in die Opferrolle
gedrängt zu werden.“ Gleichzeitig appelliert
sie an ihr Gewerbe: „Und wir müssen endlich aufhören, uns zu verstecken.“
|
Große highLights-Party |
|
|
|
Ein rauschendes Fest fand am 25. 05. 2002 statt im
Theatersaal der ufa-Fabrik Berlin. highLights veranstaltete
die 1. große Party mit Nach einem ausgedehnten Sektempfang fesselten uns die Künstler: |
|
|
Kurt Krömer, der Punk-Rocker der Berliner Comedie-Szene, als Moderator |
|
|
|
|
|
Tuan Lee, mit seiner welt-berühmten Hutjonglage |
|
|
Sabine Friebe, schwebte am Vertikalseil durch die Lüfte |
|
|
Striptease-Tänzerinnen vom Club Tropicana sorgten für das "Salz" in der Suppe |
|
|
während Terra Brasilis, Deutschlands erfolgreichste Samba-Band unsere Füße zum Tanzen brachten |
|
|
One in Two, die Zwillinge Pierre und Pavel mit Handakrobatik, nicht nur unsere Herzen höher schlagen ließen |
|
|
Vivien Cutina Azahres & Band uns nicht zur Ruhe kommen ließen |
|
|
Die ufa-bäckerei sorgte für unser leibliches Wohl mit erotischen Leckereien. "Würzige Brüstchen" und "Schoko-Schwänzchen" schmeckten köstlich |
|
|
"Knutschi" von der Künstlerin Maria Wüllner hatte als Maskottchen des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistung e.V. Premiere |
|
|
ausgewählte Exponate des Mail-Art-Projektes "Prostitution" der Künstlerin Elke Grundmann wurden erstmals der Fachöffentlichkeit präsentiert |
|
Und wir, Huren, Stricher, Club- und Barbesitzer aus ganz Deutschland, Freier und FreundeInnen hatten Freude bis zum anderen Morgen. |
|
|
ich sage DANKE an alle Gäste und Mitwirkenden und besonders: Günter Zint PANFOTO, Exklusiv-Photograf der highLights-Party, (alle Rechte liegen bei highLights) |
|
|
|
|
|
Neuköllner Str. 257 |
|
Juppy |
P R E S S
E M I T T E I L U N G
Drei Berliner Bordelle setzen Zeichen
CARAT, Freudenhaus Hase und highLights, typische Wohnungsbordelle in Berlin-Charlottenburg, Wedding und Lichtenberg haben sich zusammengeschlossen und erstmals in einer dafür einschlägig bekannten Tageszeitung eine gemeinsame Anzeige geschaltet und darin zum Ausdruck gebracht, dass bei ihnen sexuelle Dienstleistungen nur safe angeboten werden.
Trotz HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen und mögliche Schwangerschaften verlangen die Gäste von Prostituierten – quasi in „russisch-Roulette-Manier“ – verstärkt das französische Vorspiel und auch Verkehr ohne Kondom.
CARAT, Freudenhaus Hase und highLights scheinen die einzigen Berliner Bordelle zu sein, in denen ausschließlich safer Sex angeboten wird.
Dem wollen die drei Bordellinhaberinnen entgegentreten und einen effektiven Beitrag für die öffentliche Gesundheit und ein verantwortungsbewusstes Sexualverhalten leisten. Sie sind nur an verantwortungsbewusste Gäste interessiert und bieten ihren Kolleginnen entsprechend sichere Arbeitsplätze. Lust und Kondome schließen sich nicht aus – im Gegenteil:
Lust,
Erotik und Sex kann nur derjenige
genieße, der sich nach dem Vergnügen keine Sorgen
machen muss.
|
|
|
|
Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. wurde am 25. 03. 2002 in Berlin von InhaberInnen bordellartiger Betriebe und selbständiger Prostituierten gegründet - ähnlich den Zusammenschlüssen von Betrieben in anderen Branchen. In diesem Berufsverband geht es um einen starken Zusammenschluss von Unternehmern und Unternehmen in der Prostitution auf Bundesebene, der die fachlichen Anliegen der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen wahrnimmt.
Entsprechend der Satzungsziele setzt sich der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. ein
- für eine wirtschaftliche Verbesserung der
jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten,
- für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes,
- für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit
sexuellen Dienstleistungen in der Gesellschaft und die Vermittlung eines
realistischen Bildes von Prostitution.
Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V.
ist der Berufsverband für Clubs, Bars, Sexkinos, Laufhäuser, SM-Studios, Saunen, Agenturen, Wohnungen mit selbständig
arbeitenden Prostituierten sowie Callboys, die sexuelle Dienstleistungen aller
Arten anbeiten. Das zum 01. 01. 2002 in Kraft
getretene Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten
(Prostitutionsgesetz - ProstG) schafft die Grundlage für ein offenes Engagement
als InhaberIn eines bordellartigen Betriebes. Wir
verstehen uns als integraler Bestandteil des Gewerbesystems in der
Bundesrepublik Deutschland und bestehen auf die Gleichstellung mit anderen
Gewerbetreibenden.
|
|
|
||
|
|
|
||
|
|
|

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. entstand aus dem Aktionskomitee Pro Prostitution, der ein Interessenverband von Frauen und Männern aus der Prostitution und UnterstützerInnen war.
Das Aktionskomitee Pro Prostitution traf sich 1 x monatlich in
gehobener, angenehmer Atmosphäre eines Berliner Hotels und führte
berufsbezogene Veranstaltungen durch.
06. 06. 2001: "Welche Auswirkungen wird der rot-grüne Gesetzentwurf auf
die Praxis in der Prostitution haben?"
Vortrag und Diskussion mit Rechtsanwältin Margarete Gräfin von Galen
04. 07. 2001: " Selbständig oder abhängig beschäftigt?"
Vortrag und Diskussion mit Herrn Rechtsanwalt Dr.
05. 09. 2001: "Werbung in der Tageszeitung"
Vortrag und Diskussion mit Herrn Hölck/BZ
17. 10. 2001: "Amors vergifteter Pfeil"
Film und Diskussion mit Frau Prof. Dr. Christina von Braun
14. 11. 2001: "Nach dem neuen Gesetz: Vorsorge oder Versorgung jetzt
unnötig?
Hinweise, Ratschläge, Diskussion und Lösungen von und mit Dipl.-Betriebswirt
Ernst-Peter Hinz,
ABV-Wirtschaftsberatung
05. 12. 2001: "Jetzt erst recht: Steuern in der Prostitution"
Vortrag und Diskussion mit Herrn Dr. Michael Ernst-Pörksen,
C. O. X. Steuerberatung, Berlin
13. 03. 2002: "In einem starken Berufsverband liegt die Zukunft der
Prostitution"
Vortrag und Diskussion von und mit Herrn Rechtsanwalt Dr.
Mitglieder sind: