B L O G

Wie das in einem Blog oder Internet-Tagebuch so üblich ist, sind die folgenden Einträge jeweils von meinen Erlebnissen, subjektiven Eindrücken und Tagesereignissen geprägt. Nicht mehr und nicht weniger. Viel Freude!

13. 04. 2012
Filmtipp: Das bessere Leben

Herzlichen Glückwunsch für diesen neuen, grandiosen Film – eine deutsch-französisch-polnische Produktion – und DANKE an die Beteiligten und die für dieses Werk Verantwortlichen.

„Anne (Juliette Binoche), etablierte Journalistin der Zeitschrift "Elle" aus Paris, schreibt zurzeit an einem Artikel über junge Studentinnen, die sich das Studium nebenbei mit Prostitution finanzieren. Bei ihrer Recherche interviewt sie zwei Mädchen, die offen und ohne Vorbehalte über ihre Erfahrungen berichten. Die Offenbarungen erschüttern die Journalistin und zwingen sie über eigene moralische Wertvorstellungen zu reflektieren. In den tiefgründigen Gesprächen mit Alicja (Johanna Kulig) und Charlotte (Anais Demoustier) beginnt sie immer tiefer in das Wechselspiel zwischen Sex, Geld und Liebe vorzudringen und entdeckt dabei eigene Sehnsüchte und Fesseln, die ihr zuvor nicht bewusst gewesen sind.“ (Quelle: www.filmstarts.de)

Das Schöne an dem Film ist, dass endlich einmal nicht die negativen Klischees der Prostitution von Gewalt und Zwang, Ausbeutung und Fremdbestimmung bedient werden, sondern es werden das Befreiende, die Lust und die Vorteile dieses Gelderwerbs beschrieben. Unspektakulär und realistisch.

Wobei ich fasziniert bin von der Macht der Kommunikation und des Dialogs: die Journalistin hört aufmerksam zu, fragt und setzt das Gesagte in Relation zu ihrem eigenen Leben und Empfinden. Und sie lässt es zu, dass eine versteckte oder zugeschüttete Seite in Ihr zum Klingen gebracht wird: sinnlich - erotisch.

Drei Lebensentwürfe, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und drei Frauen, die die Suche nach „Einem besseren Leben“ eint.

Ein nach langer Zeit sehr sehenswerter Film, der auch eine gute Grundlage für Diskussionen sein kann.

09. 02. 2012
Eisige, schöne Kälte rundum, die einlädt zu langen Spaziergängen, gut eingepackt, an der traumhaft-schönen Ostsee:

04. 02. 2012
Die Hamburgerinnen demonstrieren für das Recht als Sexarbeiterin auf der Straße in St. Georg zu arbeiten:

14-16 Uhr: Hansaplatz/Hamburg

Aus der Einladung: Sexarbeit braucht die Straße und nicht Aufenthaltsverbote und Bußgelder!
Für gutes Arbeiten, auch auf den Straßen von St. Georg!

02. 02. 2012
ragazza, eine niedrigschwellige Drogeneinrichtung auf St. Georg in Hamburg feiert 20-jähriges Jubiläum.

Einladung: hier

26. 01. 2012
Ariane, eine Sexarbeiterin aus Berlin, gab in Frau TV/WDR ein fantastisches Interview zum 10-jährigen Prostitutionsgesetz. Bravo!

Wer mehr sehen und erfahren will: hier

24. 01. 2012
Der Senat von Hamburg hat heute die sog. Kontaktverbotsverordnung für St. Georg erlassen und will mit einer Bestrafung der Freier (max. Bußgeld: 5.000,00 Euro) die Straßenprostitution bekämpfen und die Sperrgebietsverordnung durchsetzen.
Ehrlicherweise sollten sie zugeben, dass sie in einem "sauberen" Stadtbezirk leben und sich mit ihrer "anderen" Seite nicht auseinander setzen und diese lieber woanders ausleben wollen.
Eine gefährliche Tendenz!

22. 01. 2012

Das chinesische Jahr des Wasserdrachen beginnt.....Zeit zum Aufwachen! Die kuscheligen Zeiten in dem Jahr des Metall-Hasen sind vorbei. Doch das sind keine schlechten Nachrichten, so gilt doch der Wasser-Drache in der östlichen Astrologie als ein Zeichen des Wohlstands, Wachstums und Glücks. Zudem ist es immer wieder für Überraschungen gut. Ruhig wird es in einem solchen Jahr wohl nicht bleiben! Es packt uns in diesem Jahr der Tatendrang. Das Drache-Jahr versorgt alle Zeichen mit Leidenschaft, Energie und einer ordentlichen Portion Ehrgeiz. Träume, denen wir im vergangenen Jahr noch nachgehangen haben, möchten wir endlich realisieren!


06. 01. 2012
ProfiS wächst und gedeiht.
Es entstand im Jahre 2009 als Modellprojekt in Berlin und wird inzwischen in mehreren anderen Städten durch die dortigen Fachberatungsstellen Prostitution angeboten.
Inhalt sind Workshops, die in Bordellen durchgeführt werden. So können sich Sexarbeiterinnen professionalisieren und Wissen erfragen, das in dieser Komplexität nirgendwo sonst abgerufen werden kann. Das Geschäft wird dabei nicht vernachlässigt.
Bis Ende 2011 sind mehr als 100 Workshops veranstaltet worden.

Weitere Infos: hier

01. 01. 2012
Seit 10 Jahren ist nun das Prostitutionsgesetz in Kraft. Niemand ist mit seinem Umfang zufrieden, viele fordern Verbesserungen und vor allem eine konsequente Übertragung auf die anderen Rechtsgebiete. Und trotzdem ist das ProstG besser als die davor bestandenen Strafbestimmungen. Den Schritt zurück will niemand von uns gehen.
Auf das ProstG haben wir mehr als 10 Jahre warten müssen - müssen wir auf eine weitere Verbesserung ebenso lange hinarbeiten?

Doch die Gesetze sind das eine und die Öffentlichkeit das andere. Die Menschen und ihre Medien zu erreichen und zu informieren über unsere tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen scheint angesichts
- der neuen  Bürgerinitiativen,
- der einknickenden Politik und
- der unsäglichen, von permanenten Opfern triefenden, von eigenen ungeklärten sexuellen Gelüsten getriebenen und Mythen und Legenden über Sex und Crime aufsitzenden Presse
unmöglich. Da helfen nur eigene Verlautbarungen - wie die Presseerklärung von HYDRA e. V.

Download: hier

2011/2012
"Man soll das Jahr nicht nur mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat.

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Laßt das Programm! Und bessert Euch drauflos."

                                                                            Erich Kästner

                                                        2012

20. 12. 11
Und ewig lockt das Weib!


Hier in Eckernförde als stählerne Nixe.

10. 11. 11
Prostitution und Feminismus
Die Teilnahme an der Talkshow in Wien und die anschließenden spontanen Gespräche mit WienerInnen in der Innenstadt haben mich veranlasst, erneut über den feministischen Aspekt in der Prostitution nachzudenken.

Zunächst eine kurze Definition:
Von der gesellschaftlichen Ungleichheit zwischen Mann und Frau ausgehend, zielt der Feminismus auf eine verbesserte Lage der Frau und ihre faktische Gleichstellung in der Gesellschaft und thematisiert ihre Rechte und Interessen. Neben den unterschiedlichen Strömungen einer feministischen Theorie verfolgt die politische Bewegung das Ziel, die Gleichberechtigung, Menschenwürde und Entscheidungsfreiheit von Frauen sowie Selbstbestimmung zu erreichen.

Zu Beginn der Hurenbewegung diskutieren wir über selbst verwaltete Bordelle, über bessere Arbeitsbedingungen, sowie über Würde, Respekt und Rechte. Wir verstanden uns als Feministinnen und schlossen uns mit anderen Frauen zusammen. Dabei war uns mehr das GEMEINSAME als das TRENNENDE wichtig. Wir warfen alle unsere Ressourcen in einen Topf, waren kreativ und solidarisch.
Ist diese Haltung und politische Position im Laufe der Jahre und der vielen Veränderungen verloren gegangen?

Ich will meine Mitmenschen nicht verändern. Im Rheinland sagen wir: "Jedem nach seinem Facon!" Ist es nicht toll, wenn jede und jeder persönlich und beruflich zufrieden ist und alle ihre Möglichkeiten nutzen?
Ich will anschaffen gehen und dadurch meinen Lebensunterhalt verdienen. Ich übe einen respektablen Beruf aus, der mir viel Knowhow und Fertigkeiten abverlangt und wo ich meinen Kunden viel Gutes tun kann. Und ich möchte einmal in einem öffentlichen Auftritt hören, dass das auch GUT SO IST.
Nicht: Ja - aber! z. B.: Ich bin für die Abschaffung der Prostitution, aber für die Prostituierten. Wie soll das gehen?
Nicht: Ja - aber! z. B. Ich glauben Ihnen, aber Sie sind die Ausnahme - alle anderen SexarbeiterInnen sind anders.
Ja, aber ......... die Welt ist bunt und nicht schwarz-weiß.

Wir Frauen werden uns wieder mehr zusammen schließen müssen!

09. 11. 11
Während Prostitution in Deutschland - scheinbar - konfliktfrei und geregelt vonstatten geht, brennt es bei unseren europäischen Nachbarn: eine Gesetzesflut scheint über sie hereinzubrechen, angefangen vom totalen Verbot des Straßenstrichs, über die Verfolgung der Kunden bis hin zur Registrierung von SexarbeiterInnen.
So trat am 01. 11. 2011 z. B.  das Wiener Prostitutionsgesetz in Kraft und bringt bedeutende Einschränkungen für alle Beteiligten im Sexgewerbe mit sich. Darüber wurde im ORF2 -  Club 2 - diskutiert.

Und ewig lockt das Weib!


Aus Pralinen und Mozartkugeln - in Wien.

06. 11. 11

  ROCKEN & HOCKEN
Schaut man über die deutschen Grenzen, so stellt man fest, dass in jedem Land der EU Prostitution anders gesehen, geregelt und sogar verboten wird. Von einer Einheitlichkeit in der EU sind wir weit entfernt.
In Deutschland meckern wir viel über das ProstG, die fehlende Umsetzung auf die anderen Gesetze und auf die einzelnen Bundesländer und Kommunen; der Blick über den Tellerrand zeigt uns jedoch: es geht auch schlimmer.
Veronica Munk von TAMPEP-Germany/INDOORS aus Hamburg hat uns bei der bufaS - Fachtagung "Prostitution" einen guten Überblick über die Situation in den einzelnen Ländern verschafft und uns aufgefordert, den konservativen und repressiven Strömungen in ganz Europa mehr entgegen zu setzen, also: mehr zu ROCKEN!
In Wien, der Hauptstadt Österreichs, trat z. B. zum 01. 11. 11. das neue Prostitutionsgesetz in Kraft und
- verbietet weitestgehend die Straßenprostitution,
- hat die Bestrafung von Kunden von Straßenprostituierten eingeführt,
- hat die Registrierung aller SexarbeiterInnen bei der Polizei beibehalten - neben der regelmäßigen Untersuchungspflicht beim Gesundheitsamt auf STI und HIV/AIDS
- und hat Regelungen für die Konzessionierung von Bordellen aufgestellt.

Download Vortrag: hier

22. 09. 11
 
Wir haben den Papst gebührend begrüßt und ihn in unseren beliebten Ganzkörperkondomkostümen auf die Notwenigkeit der Benutzung von Kondomen zum Schutz vor Schwangerschaft, Geschlechtskrankheiten und HIV/AIDS aufmerksam gemacht. Außerdem haben wir herausgestellt, dass Kondome nach wie vor wichtige Arbeitsutensilien in der Sexarbeit sind.

Die "alte" AG Gesunder Kunde in Aktion:

01. 07. 2011
Es ist in aller Munde:
10 Jahre Prostitutionsgesetz: Das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz - ProstG) wurde am 19. 10. 2001 im Bundestag verabschiedet. Am 20. 12. 2001 nahm es die Hürde des Deutschen Bundesrates und trat am 01. 01. 2002 in Kraft. In einem glückstaumeligen Gefühl feierten wir nach den vielen Jahren der vergeblichen Mühen, langwierigen Verhandlungen, Irrungen durch die Politik und unermüdlichen Engagements. Und unmittelbar danach demonstrieren wir eindrucksvoll vor dem Bundestag und taten unseren Unmut kund, denn dieses Gesetz erfüllte kaum unsere Erwartungen. Es beruhte auf einen - faulen - Kompromiss.

                            DAS IST NICHT GENUG.

Das Gesetz gab uns erstmals das Recht auf unseren Lohn, ließ Bordelle seriös führen und eröffnete die - theoretische - Tür für Arbeitsverträge und als Folge davon auch die Einbindung in die Sozialversicherungen. Aber als Bundesgesetz enthielt es keinerlei Regelungen für die anderen Gesetze, wie Baurecht, Gewerbeordnung, Steuergesetze, Aufenthaltsgesetze, etc.
Wir hatten mehr Rechte erhalten, als wir davor hatten - aber gleichzeitig waren wir wie bisher meilenweit davon entfernt, gleichberechtigt zu sein mit anderen Selbstständigen und Arbeitsnehmern. Wir konnten uns nicht richtig freuen, aber waren auch nicht total leer ausgegangen.
Seitdem erleben wir die Konsequenzen dieses Kompromisses: einzelne Kommunen und bestimmte Länder legen nach ihrem Gusto die unterschiedlichen Gesetze aus und lassen sich dabei keineswegs von dem Paradigmenwechsel des ProstG leiten und sind sich auch - z. B. im Steuerrecht - nicht zu fein, ohne Rechtsgrundlage eine neue Spezialsteuer, das Düsseldorfer Modell, flächendeckend einzuführen. Trotz unserer Forderungen und Versprechungen aus dem Bundesfamilienministerium wurde bis heute nichts nachgebessert. Ob bis zum 10-jährigen Jubiläum noch etwas passieren wird?

27. 07. 2011
Und ewig lockt das Weib!

  Puh, ist das heiß in Berlin.

02. 06. 2011
Wie jedes Jahr, so begehen wir auch heute den Internationalen Hurentag und erinnern an den mutigen Schritt der französischen Kolleginnen, als sie im Jahre 1975 durch Kirchenbesetzungen an die Öffentlichkeit gingen und sich für ihre Rechte einsetzten.

    bufas e. V. (das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter) forderte in seiner Erklärung zum Internationalen Hurentag:
Rechtsicherheit statt Repression
.

download hier

26. 05. 2011
„Auch eine 1000 Meilen lange Reise
beginnt mit einem Schritt.“
                                            Laotse

Im Rahmen des Modellprojektes "Fortbildung für Sexarbeiterinnen in Clubs und Bordellen" ProfiS fand die erste Auswertung der III. Staffel von Workshops mit den Trainerinnen aus Frankfurt/Main, Bochum und Hannover statt und bestätigte, dass ein spannender Weg begonnen wurde.

23. 04. 2011
„Lerne, im Kleinen das Große zu erkennen,
im Wenigen viel zu sehen.“
                                                      Laotse

15. 02. 11
Die Arbeit als Sexarbeiterin oder Sexualbegleiterin mit älteren oder körperlich-seelisch eingeschränkten Kunden ist etwas ganz besonderes:
Sie nehmen ihre körperlichen und erotischen Bedürfnisse und ihr Recht auf Sexualität ernst und wollen diese auch befriedigt wissen. In der Organisation werden sie - glücklicherweise - inzwischen mehr und mehr unterstützt von ihrem Umfeld, seien es nun Pfleger oder Angehörige. Denn auch sexuelle Übergriffe, wie z. B. an die Brust oder in den Schritt fassen, verbale sexistische Attacken oder der nächtliche "Besuch" von Mitbewohnerinnen in deren Bett können auch als deutliche Signale und Ausdruck für bestimmte Wünsche gedeutet werden.
Neben der privat ausgelebten Sexualität kann Prostitution eine Lösung sein. In den geschilderten Fällen ist sie oft die einzige; denn die Männer leben schon lange allein und können Sexualpartner kaum kennen lernen, weil sie das Bett nicht verlassen können oder nicht mehr aktiv sind.
Für Sexarbeiterinnen ist der Besuch eines Kunden in einem Seniorenzentrum eine Form des Haus- und Hotelbesuchs. Er unterscheidet sich jedoch dadurch, dass meist die Verhandlungen über Zeit, Service und Geld mit anderen erfolgt und eine gewisse Anonymität nicht mehr gegeben ist. Auch weiß oft das gesamte Personal Bescheid; erfreulicherweise gehen diese mit der wachsenden Erfahrung auch sachlicher und offener mit der Situation um.
Besonders ist die Arbeit aber wegen der größeren Wertschätzung, die Huren meist von diesen Kunden erhalten. Die genießen den Service mehr als viele anderen, die ihn "abreißen" wie einen Pflichttermin oder den Besuch an einer Currybude. Man merkt, dass der Kunde den Service länger erwartet hat, "ausgehungerter" ist und ihn tiefer spürt und genießt. Denn der sonstig gelebte Leistungsdruck (höher, schneller, öfter - mehr) fällt hier weg und Grundbedürfnisse, wie Nähe und Kontakt werden wichtiger.

Interessant ist ein Blick in Art. 3 der Pflege-Charta, in der 200 Experten Empfehlungen für die Rechte von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen verabschiedet haben. Danach ist die sexuelle Selbstbestimmung ein verbrieftes Recht: "Über die Art und Weise intimer und sexueller Beziehungen und Aktivitäten entscheiden Sie selbst, soweit dadurch Rechte anderer Personen nicht verletzt werden."

Hier eröffnet sich - langsam - für Sexarbeiterinnen ein neues Arbeitsfeld!

21. 01. 11
Ein bisschen mehr Friede und weniger Leid,
etwas mehr Güte und weniger Streit.
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Neid
etwas mehr WIR und weniger ICH,
ein bißchen mehr Kraft, nicht so zimperlich.

Viel mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern sind sie vergebens.“
                                                                                 
(J. R. Becher)

12. 01. 11
Denke immer daran,
dass es nur eine wichtige Zeit gibt:
Heute. Hier. Jetzt.
                                          Tolstoi
   

Ein neues Jahr beginnt. Es soll für Alle Glück und Gesundheit bringen. Ich wünsche viel Freude mit und in der Sexarbeit.           

 

Di. 01. 12. 09
                                                           
Alle Jahre wieder:

     Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\postkarte1.12..jpg

 

Mo 16. 11. 09
Es liegt was auf dem Grill!

                                             Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog66.JPG

Fr. 13. 11. 09
"Der Quell der Liebe ist uns unbekannt,
doch wächst sie stetig an.
Lebende können durch sie zugrunde gehen,
und tote werden durch ihre Kraft wieder lebendig...
Muss denn Liebe, die einem im Traum vorkommt,
notwendig unwirklich sein?"
                                                                           Tang Xianzu (1550 - 1616)

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So. 01. 11. 09
Heute beginnt eine wichtige Ausstellung: KünstlerInnen haben sich mit dem Thema Prostitution auseinander gesetzt und präsentieren jetzt in den Schaufenstern des umstrittenen Sexkaufhauses SLD an der Berliner Potsdamer Str./Ecke Kurfürstenstr. ihre Arbeiten. Damit wird ein neues Ansatz verfolgt, über Prostitution aufzuklären, in einem neuen Licht dazustellen und die Anwohner, Prostituierten, Kunden und Betreiber in ihrem "Zusammenleben und Arbeiten" zu unterstützen.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\BildKunstimSchaufenster.bmp

Vollständige Einladung als pdf-Datei: download hier

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Di. 29. 09. 09
"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird;
aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll."
                                                                         Georg Christoph Lichtenberg (Schriftsteller + Physiker)

Mi. 23. 09. 09
Man höre und staune: Am 17. 10. 2009 wird in Berlin der 1. Feministische Pornofilmpreis Europa verliehen. Mit der "Auster" werden Filme prämiert, die sich durch eine sexpositive Darstellung der vielfältigen sexuellen Ausdrucksweisen weiblicher Lust auszeichnen. Initiatorin ist Dr. Laura Merrit von Sexclusivitäten. Sie will mit dieser Preisverleihung den Pornomarkt revolutionieren und mit dazu beitragen, dass sexuellen Phantasien frauenfreundlich und einvernehmlich in Filmen dargestellt werden. Dafür hat sie ein Gütesiegel mit feministischen Kriterien erstellt; die Mindeststandards werden erfüllt, wenn z. B. die weibliche Lust im Mittelpunkt steht und auf eine Vielfalt der Körper und der Praktiken gesetzt wird. Eine wirklich spannende und lustvolle Geschichte!

                                    Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Femin.Pornopreis.gif

Mo. 21. 09. 09
Ein Beitrag zur kommenden Bundestagswahl:
Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog64.jpg  Haben sie sich inspirieren lassen von folgendem Plakat:
                                                               Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog65.jpgBan Ying e. V. entwickelte anlässlich der Fußballweltmeisterschaften 2006 mit diesem Plakat eine Informations-Kampagne zum Thema "Zwangsprostitution". www.verantwortlicherfreier.de
                                                                    So oder so: Treffe die richtige Wahl!

Sa. 12. 09. 09
In einem meiner nächsten Leben könnte ich Rennfahrerin werden!

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Hamburg5.JPGMit diesem gelben LOTUS habe ich schon mal geübt. Wenn also jemand diesen schicken Flitzer durch die Stadt hat fliegen sehen, enorm schnell beschleunigend, rasant bremsend und zielsicher um die Kurven und Ecken preschend ... dann war ich das. Zugegebenermaßen als Beifahrerin - mit meinem Profi-Fahrer Stefan. Aber: ein Erlebnis der besonderen Art!

Mi. 09. 09. 2009

                          P R O S I T !

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Frau-1.gif

Man muss sicher auf festem Boden gehen können,
ehe man mit dem Seiltanzen anfängt.

Sa. 05. 09. 09
Noch eine wichtige Demo: Die Anti-Atomkraft-Demo
Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog63.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog60.JPG

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog61.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog62.JPG

Fr. 04. 09. 09
Demo auf dem Straßenstrich in Berlin prangert Gewalt an
Ein unsägliches Klima breitet sich aus: die KollegInnen auf dem Straßenstrich in der Frobenstr. und Kurfürstenstr., z. T. Transgender und Migrantinnen, werden zunehmend Opfer von körperlichen und seelischen Angriffen. Und alle schauen zu.

Sexworker-Solidarität download hier

Do. 03. 09. 09
Runde Tische verleihen allen Beteiligten ein persönliches Gesicht. Und ob man will oder nicht: man kommt sich näher, erfährt mehr vom anderen, erlebt ihn/sie in anderen Facetten. Und wenn es Alle ernst nehmen mit einem Runden Tisch, dann müssen alle aufeinander zu gehen und nach einer Lösung im Interesse von Allen oder der Sache suchen. Und es geht um Regelungen für die Zukunft.
Runde Tische sind so eine spannende und zukunftsträchtige Herausforderung - besonders wenn es sich um Runde Tische "Prostitution" oder "Sexuelle Dienstleistungen" geht. Sie helfen mit, den Gesetzesauftrag des Prostitutionsgesetzes in die Praxis umzusetzen und die Gesetzeslücke, nämlich die Übertragung auf die nachgeordneten Gesetzes, zu schließen. Nach dem grandiosen Erfolg des "Runden Tisches Prostitution" in Dortmund folgen nach und nach weitere Städten (Hannover, Berlin und jetzt Hamburg) dieses Beispiel. Viel Erfolg!

Di. 01. 09. 09
"Es gibt keinen Tod.
Es gibt nur den Übergang in eine andere Welt."

Nach dem Motto "Das Leben soll sein, wie eine gute Show." nahmen wir Abschied von Scotty von der Ufa-Fabrik. Als kreativer Kopf mit mutigen Schritten in skurrile und verrückte Welten fehlt er mir schon lange. Ich werde ihm in einem anderen Leben wieder begegnen!

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Sa. 29. 08. 09
Ich muss doch mal eine Lanze brechen für die FREIER: das sind keine ekligen, stinkenden, perversen, hässlichen, alten, einsamen, minderbemittelten Männer, die sonst keine abkriegen! FREIER sind Teil unserer Gesellschaft. Sie sind der freundliche Nachbar, der geliebte Vater, der allerbester Freund, der kompetente Kollege, der immer hilfsbereite Bruder, der seriöse Priester, der intellektuelle Lehrer, der freigeistige Rechtsanwalt und vielleicht sogar der eigene Ehemann oder Partner. Die eine Sexarbeiterin kommt eher mit dem einen Typus klar und die andere eben mit dem anderen. Immer nach dem Motto: Auf jeden Topf passt ein Deckel.
Wenn es zu den FREIERN so viele Klischees gibt, die sich auch noch hartnäckig halten, trotz anders lautender Statements erfahrener Sexarbeiterinnen, frage ich mich eher: Was sagen die Klischees über die jeweilige Person aus, die sie vertritt? Woher kommt dieses, meist negative Bild? Und was befürchtet die Person für sich selbst, wenn das Klischee zerplatzt?

Vielleicht könnte dann ein vielfältigeres Bild der Freier entstehen und zudem allgemein ein Klima, in dem eigene, vielfältige Facetten akzeptiert werden können?
So oder so: ich mag meine Kunden und bin gerne mit ihnen zusammen!

Mo. 24. 08. 09

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog58.jpgUnd schon sind die Ferien vorbei!

Mi. 19. 08. 09

                                         Das Leben ist soooooooooo schön!  Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog57.jpg

Fr. 14. 08. 09

                      Rund und süß Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog56.jpg

Mo. 10. 08. 09

                  Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Dialog.jpgLasst uns die Sprachlosigkeit überwinden!

Do. 06. 08. 09

Ist Prostitution auch Akrobatik? Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog55.jpg

So. 02. 08. 09

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog59.jpgGib mir Dein Geld und wir machens`s.

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Di. 28. 07. 09
"Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben,
besteht in der Kunst, jeden seiner Individualität nach zu verstehen."
                                                                                                    Friedrich Ludwig Jahn (1778 - 1852)

Mo. 27. 07. 09
Wer nach den Aufregungen der letzten Tage um die Flatrate-Puffs und Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen - besonders unter so rigiden, diskriminierenden, rechtlosen und respektlosen Bedingungen der deutschen Behörden und Politik - ein Bild über die Schwedischen Verhältnisse machen möchte, dem sei das tolle Video von Pye Jacobsen, einer Schwedischen Kollegin, auf Youtube angeraten. Sie beschreibt das Schwedische Prostitutionsgesetz und deren Konsequenzen.
Wollen wir Verhältnisse wie in Schweden?

So. 26. 07. 09
FLATRATES überall!
Flatrates sind in vielen Branchen seit Jahren etabliert: fast jeder telefoniert mit einem Flatrate-Vertrag oder surft im Internet 24 Stunden lang für einen Preis, brancht oder verzehrt in Restaurants nach dem Motto "All you can eat", fährt mit der Bundesbahn für 29 Euro durch ganz Deutschland oder fliegt sogar für 1 Euro um die halbe Welt, verbringt die schönsten Tage des Jahres in einem Urlaubsressorts mit dem Vorteil "All Inclusive" oder bucht drei Wochen für den Preis von zwei.
Und immer glauben die Kunden, ein Schnäppchen gemacht zu haben.

Nach der ersten Euphorie und negativen Erfahrungen raten heute Verbraucherzentralen schon mal zu einem näheren Hinsehen und einer genaueren Prüfung der Angebote. Nichts desto trotz: die Kunden lieben und schätzen Flatrates.

Die Prostitutionsbranche hat diese Werbe- oder auch Geschäftskonzepte erst spät aufgegriffen. So ist seit einigen Jahren immer mal wieder von Schnäppchentagen, Sonderaktionen, Seniorenrabatten und auch von Flatrates zu lesen - keineswegs erst seit der so genannten Wirtschaftskrise. Und auch hier böte sich ein Hinweis der Verbraucherschützer an, das Angebot klug zu prüfen und in Relation zu setzen zu seinen eigenen Wünschen und Ansprüchen, wie auch das Preis-Leistungs-Verhältnis unter die Lupe zu nehmen.
Denn: Wenn auch alle Sonderangebote dem Kunden suggerieren sollen, er bekomme die Leistung fast UMSONST, rechnen muss es sich im wirtschaftlichen Sinne immer. Es ist doch ein Geschäft!
Oder: "Eine Hochzeitsnacht für einen Heiermann" gab es damals und gibt es heute nicht.

Erstaunlich bleiben die politische Aufgeregtheit, die moralische Empörung und der enorme Medienhype wegen der "Flatrate-Puffs". Und sie erinnern an die Kampagne vor der Fußballweltmeisterschaften 2006, als die Behauptung, es würden "40.000 Zwangsprostituierte" anreisen, zu blindem Aktionismus und der Diskreditierung der gesamten Prostitutionsbranche führte. Trotz größter Bemühungen und Finanzierung enormer politischer Werbekampagnen wurde damals keine der behaupteten "Frauen in Not" gefunden, aber wieder einmal "verbrannnte Erde" hinterlassen. Im Gegensatz dazu konnte solch eine Energie bis heute von niemandem aufgebracht werden, um der Branche gleiche Rechte wie anderen Beschäftigten, Selbstständigen oder Gewerbetreibenden einzuräumen, geschweige denn Rechtssicherheit zu gewähren.

Die heutige Kampagne ist Teil einer größeren Kampagne und Ausdruck des allgemein zunehmenden Konservatismus in Vorbereitung auf die kommenden Bundestagswahlen. Da sollten wir uns genau überlegen, wo wir unser Kreuzchen machen!

Wen das Thema "Flatrate-Puffs" detailliert interessiert, findet hier fachkundige Stellungnahmen:
Download: Offener Brief der Bordellbetreiberin des Pussy Cat
Download: Anzeige der Sexarbeiterinnen und von Dona Carmen in der Süddeutschen Zeitung vom 21. 07. 09
Download: Offener Brief von SexarbeiterInnen und den Fachberatungsstelen für Prostitution

Sa. 19. 07. 09
Die Göltzschtalbrücke bei Mylau (in der Nähe von Zwickau in Sachsen) ist nicht nur seit kurzem ein Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst - sie wurde von 1846 bis 1851 u. a. aus mehr als 26 Millionen (!) Ziegeln erbaut -, sondern ganz besonders beeindruckend wegen ihrer Stabilität und ihrer symbolischen Bedeutung: sie verbindet und überbrückt.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog53.jpgBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog54.jpg

Mi. 07. 07. 09
Erst setzte die Stadt Hof ihm ein Denkmal. Das größte Denkmal in Deutschland für die Demokratie und Pressefreiheit. Jetzt stört es sie, weil keiner das Denkmal verstehe und weil es den Platz quasi tot mache, weil ein Cafe es nicht mit Stühlen und Festen beleben könne.
D. h. es wird in Hof kräftig diskutiert über Abbau und Kosten und den Sinn oder Unsinn dieses Denkmals. Das Wirth-Denkmal wurde im Jahre 1998 für einen seiner berühmtesten Söhne, den Publizisten, Juristen und Politiker Johann-Georg August Wirth zum 150. Todestag errichtet.. Das Denkmal hat die Form einer gewellten Zeitungsseite, auf der die Wort "Deutsche Tribüne" lesbar sind und es ist begehbar.
Ich bin für den Erhalt dieses tollen Denkmals, aber zusätzlich für eine entsprechende Tafel mit allgemein zugänglichen Informationen.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog51.jpgBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog52.jpg

So. 05. 07. 09
DAS ERSTE zeigte eines der schönsten und realistischsten Filme über Prostitution. "Princesas" oder "Prinzessinnen der Straße" des spanischen Regisseurs Fernando Leon de Aranoa berichtet vom Leben und Arbeiten auf dem Straßenstrich in Madrid, den ganz normalen Träumen und Vorstellungen der spanischen Kolleginnen und ihrer Freunde und Familien. Im Mittelpunkt stehen die junge spanische Caye, die dem Job nur eine kurze Zeit nachgehen will, ihrer Familie natürlich nichts davon erzählt und sich nichts sehnlicher wünscht als eine größere Brust, weil sie damit glaubt mehr Kunden haben zu können. Gleichzeitig träumt sie von einem "normalen" Freund, der sie von der Arbeit abholt. Durch Zufall lernt sie Zulema aus der Dominikanischen Republik kennen, die ebenfalls auf dem Straßenstrich arbeit, aber illegal im Land ist und u. a. auf der Suche auch Papieren ausgebeutet und misshandelt wird. Sie freunden sich an und stellen fest, dass sie mehr verbindet als trennt: weg ist die vorherige Konkurrenz und der Rassismus.
Schöne Szenen spiegeln das "wahre Leben" und zeigen viele Parallelen zur Prostitution hier in Deutschland oder besser gesagt: weltweit.

Fr. 03. 07. 09
" Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
                                                                      Franz Kafka

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Mo. 29. 06. 09
HURRA - das Urteil ist rechtskräftig.
Wir haben es vorher gewusst, aber uns nicht darauf verlassen und wollten die 100%-ige Sicherheit: die Frist zur Einlegung des Widerspruchs gegen das positive Urteil in Sachen "Salon Prestige" bzgl. des Baurechts ist verstrichen. Das Bauamt bzw. das Bezirksamt von Charlottenburg-Wilmersdorf legte keinen Widerspruch ein. Damit ist das Urteil rechtskräftig.
Aus juristische Sicht hat es weit über diesen Einzelfall hinaus Bedeutung und geht schon jetzt in die Prostitutions-Rechtsgeschichte ein.

So. 28. 06. 09
"Die Fähigkeit zum Kampf,
wird im Kampf gewonnen."
                                              Nelson Mandela

Do. 25. 06. 09
FREIER aufgepaßt!

Ein Comic der Berliner Tageszeitung deckte auf: eine Ehefrau fand im Internet-Chat die Verwertung einer Hure über ihren Ehemann als Freier.
Neben der Zensierung von Lehrern, Dozenten, Restaurants und Hotels, aber auch den grässlichen, anonymen Berichten über Sexarbeiterinnen gibt es jetzt zusätzlich die über Kunden von Prostituierten. Auf "F...  mich.de" gibt es die Rubrik: "Huren bewerten ihre Freier". Es bleibt abzuwarten, wie die Ehefrauen darauf reagieren!

Di. 23. 06. 09
Laßt uns den Wind nutzen und Fahrt aufnehmen!
Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog50.JPG

So. 21. 06. 09
Meer - Meer - immer wieder Meer:

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog49.JPGDas ist ein Flirren und Glitzern. Belebend und erregend!
Inzwischen wurde das Wattenmeer an der Nordsee auch als Weltnaturerbe anerkennt. Das Welterbekomitee der UNESCO hat in Sevilla die Wattenmeer-Nationalparke von Schleswig-Holstein und Niedersachsen und das Wattenmeer-Schutzgebiet der Niederlande als Naturlandschaft von universellem Wert in die Welterbeliste der Menschheit aufgenommen.

Fr. 19. 06. 09
Meine Freundin hat Geburtstag und den feiern wir kräftig und gebührend, weil:
Sie ist 46 Jahre alt geworden und das ist alt, um  nicht zu sagen ur-alt. Hieß es nicht mal: Trau keinem über 30?
Ja, und sie arbeitet als Sexworkerin. Da spielt das Alter eine ganz besondere Rolle. Es hießt doch immer: Kunden wollen nur Frischfleisch!
Aber ich bin noch viel älter, sozusagen. stein-alt!
Wir könnten uns ja auch mal Gedanken über ein Seniorenheim für Sexarbeiterinnen, die allgemeine Altersabsicherung von Huren, den Markt (im allgemeinen und den der Prostitution im besonderen) mit seinem Wahn nach Jugend und Schönheit machen....MORGEN! - Heute feiern wir.

Sa. 13. 06. 09
NITRIBITT -
der wohl bekanntesten und immer wieder mit Skandalgeschichten und Vermutungen über politische Verwicklungen diskreditierten Hure wurde jetzt mit einem Theaterstück gedacht:
- 52 Jahre nach ihrer Ermordung (die Tat wurde bis heute nicht aufgeklärt!!!),
- nach deren "Aufarbeitung" in Filmen und Büchern,
- nachdem erst im Dezember 2007 ihr Schädel vom Frankfurter Kriminalmuseum freigegeben und am 10. Februar 2008 in ihrem Grab in Düsseldorf beigesetzt werden konnte.
So oder so: sie war sicher eine beeindruckende und nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreiche Kollegin.

Das MAGMA-Theater Spandau hat sich mit der Kolportage-Revue "Nitribitt - von Huren und Männ(s)chen" sowohl mutig dem Prostitutionsthema zugewandt, als auch die begeisterten Zuschauer zurückversetzt in die Zeiten des Wirtschaftswunder-Deutschland mit Nylons, Rock ´n Roll, Träumen von einer heilen Welt und einer inzwischen doch weitestgehend überholten Moralvorstellung. Danke für den unterhaltsamen Abend. Dort hieß es u. a.:
"... wir haben den Kaiser überstanden, den Österreicher, zwei Weltkriege, wir werden auch eine Frankfurter Nutte überstehen..." Ob das heute auch noch gesagt würde?

So. 07. 06. 09

                    Ehemalige Stöckel gefunden!

              Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog44.JPG
Offensichtlich wurden sie nach einer durchtanzten Nacht, - mit schon abhanden gekommenen Absätzen, stark ramponiertem Plastik-Lack und ausgebeult von vielleicht nicht passenden Füßen -, abgestellt und stehen jetzt einsam am Straßenrand der Motzstr. in Berlin-Schöneberg. Die Besitzerin oder der Besitzer mögen sich kümmern!

Di.  02. Juni - INTERNATIONALER HURENTAG
Seit 1975 feiern wir am heutigen Tag unsere Leistungen in der täglichen Arbeit und unseren Einsatz um Respekt und Rechte als SexarbeiterInnen.
Wir erinnern uns aber auch an den 2. Juni 1975, an dem unsere französischen Kolleginnen zunächst in Lyon und dann in anderen Städten Kirchen besetzten, um auf ihre katastrophale Situation aufmerksam zu machen, die insbesondere geprägt war durch Gewalt und Willkür von Seiten des Staates.
Auch heute kann man noch nicht von Gleichberechtigung sprechen.

Ich liebe das Leben, den Regen, den Wind. Ich liebe Bach, Vivaldi.
Ich liebe Jean-Roger Caussimon, Brel, Brassens, Greco.
Ich liebe auch Serge Lama, Francoise Hardy.
Ich liebe Kinder, meine Kinder.
In ihren Bewegungen entdecke ich das Leben.
Ich liebe mein Haus und koche gern für meine Freunde.
Ich liebe es, einen ganzen Abend lang zu lesen.
Ich gehe gern ins Kino und ins Theater.
Ich liebe die Wärme meiner Freunde, ich mache gern Geschenke.
Ich liebe es, hübsch auszusehen und habe Spaß daran.
Ich lieb einen Mann.
Ich bin also eine Frau wie Sie?
Verzeihen Sie diese Beleidigung: ich bin eine Prostituierte.

(Aus dem Buch von Barbara/Christine de Coninck, Die geteilte Frau)

Natur - Natur - immer lockt uns nur: die Stimme der NATUR!

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13. - 15. 05. 09
Sexarbeit ist Arbeit. Unter diesem Motto fand in Dortmund die 40. Fachtagung Prostitution mit SexarbeiterInnen, MitarbeiterInnen verschiedener Beratungsstellen, die mit Prostituierten zusammen arbeiten, Vertreterinnen der Gesundheitsämter sowie die Vertreterin der Gewerkschaft ver.di  und geladene Referentinnen  aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.
                                    Pressemitteilung: hier

Fr. 08. 05. 08
In der Freude um das aufregende Gerichtsverfahren und die sonstigen neuen Eindrücke habe ich doch tatsächlich den Jahrestag von highLights verpasst. Göttin, wie die Zeit vergeht! Vor 14 Jahren gründete ich die Agentur. Das ist doch wohl auch ein Grund zum Feiern!

Mi. 06. 05. 09
Jubel + Trubel + Herzlichen Glückwunsch!
Das Urteil liegt vor: der "Salon Prestige darf weiter betrieben werden." Damit hat das Verwaltungsgericht Berlin nach einer umfangreichen Ortsbegehung und Zeugenvernehmung bestätigt, was wir als Beteiligte, BordellbetreiberInnen, Prostituierte und Experten schon immer gesagt haben: dieses Bordell ist so unauffällig und störungsarm wie auch die meisten anderen Berliner Wohnungsbordelle, weil dies dem besonderen Betriebskonzept entspricht.

Nun können wir uns erst mal zurücklehnen und aufatmen, weil das positive Urteil Signalwirkung auf ähnliche Verfahren und auf die Haltung der Behörden haben wird.

Glückwünsche trafen vielfältig bei uns ein, von KollegInnen und UnterstützerInnen aus der ganzen Welt - selbst aus NAMIBIA. 
weitere Infos unter dem Button EVENTS.

Di. 05. 05. 09
Der große Tag der Entscheidung steht heute an: das Verwaltungsgericht Berlin wird über eine Nutzungsänderung für einen bordellartigen Betrieb nach dem Baurecht entscheiden. Ein Tag, auf den viele Standhafte und Unermüdliche, einige Jahre hinarbeiteten und auf allen Ebenen der Politik für eine realistische Einschätzung der Branche eintraten. Nun soll es das Gericht (wieder Mal) regeln.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\events14.JPG

So. 03. 05. 09
Kempten im Allgäu ist wirklich eine Reise wert:

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog43.JPGidyllisch - mediterran und eine traumhaft schöne Umgebung.

Fr. 01. 05. 09
Den Tag der Arbeit versüßte ich mir mit Life-Jazz allerorten: auf Kemptens Straßen, Plätzen und im Konzertsaal:

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog38.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog40.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog39.JPG

Beim 25. Kemptener Jazz Frühling spielten u. a.: just two plus one, Häns`che Weiss Ensemble und Lydia Schiller Band und viele, viele mehr.

So. 17. 04. 09
Als ordentliche Bikerin startet die Saison natürlich auch mit einem Biker-Gottesdienst: bei strahlendem Sonnenschein, mit Würstchen, Kaffee und Gottes Segen kann es losgehen:

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog41.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog42.JPG

Sa. 11. 04. 09
Jetzt geht es kräftig in der Frühling: die Bäume zeigen ein zartes grün, die ersten Blumen blühen, die Sonne scheint richtig warm und strahlend, der Osterhase war schon da - mit Geschenken ............ und mein Motorrad läuft wie eine Eins. Juhu!

So. 05. 04. 09
Eine Farbenpracht - es sind zwar Hüte - aus Filz - aber sie machen Lust auf Frühling und Sommer.
                                                                                        Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog37.JPG

Mi. 01. 04. 09
Kein Aprilscherz
- sondern eine überaus frohe Botschaft:
Endlich wird in Berlin über die Frage der Bewertung von bordellartigen Betrieben und besonders den so genannten "Berliner Wohnungsbordellen" in einem Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Dabei spielen die immer wieder erklärten Behauptungen der "milieubedingten Begleiterscheinungen" und der "Störungen des Wohnumfeldes" eine Rolle und müssen in einem Einzelfall bewiesen werden bzw. gilt es umgekehrt die Seriosität, Ruhe, Anonymität und Fügung dieses Prostitutionssegmentes im Wohnumfeld zu belegen.
In dem nun schon seit Jahren währenden Streit zwischen den bordellartigen Betrieben und den Behörden, mit vielfältigen Interventionen der Politik, soll nun die Judikative die Lösung finden.
Es geht spannend voran! Weitere Infos....

Mi. 25. 03. 09
Herzlichen Glückwunsch
BSD!

                                                         Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\bsdLog.jpg
Heute vor 7 Jahren wurde der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. gegründet. Nach wie vor ist er als Berufsverband der Prostitutionsbranche und als Zusammenschluss von SexarbeiterInnen und BordellbetreiberInnen wichtig und unverzichtbar. Entsprechend der Satzungsziele setzt er sich ein
- für eine wirtschaftliche Verbesserung der jeweiligen Aktivitäten,
- für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes,
- für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen in der Gesellschaft
  und die Vermittlung eines realistischen Bildes von Prostitution.
Wir werden ein bis zwei und auch mehr Gläschen auf ihn und uns trinken und kräftig feiern.

So. 22. 03. 09
20.15 Uhr: Einen Krimi besonderer Art bot das Frauenblasorchester: 60 Frauen an Querflöten, Oboen, Fagott, Klarinetten,  Altklarinette, Bassklarinetten, Alt-Saxophone, Tenorsaxophone,  Baritonsaxophone, Trompeten, Waldhörner, Tenorhorn, Baritonhörner,  Posaunen, Bassposaunen, Tuba, E-Bass, Schlagzeug und Percussion begeisterten nicht nur mit den Titelmelodien vom Tatort, James Bond 007 und Miss Mapple, sondern überzeugten das Publikum im ausverkauften Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mit ihrem umfangreichen Repertoire und den unkonventionellen Überleitungen. Da konnte ich gut auf meinen geliebten TATORT verzichten.

Mo. 09. 03. 09
Griselidis Real erhält neuen Ehrenplatz
Griselidis Real war eine faszininierende, schweizer Kollegin. Sie verstarb im Mai 2005 und wurde heute unter großer Beteiligung von Freunden aus der ganzen Welt umgebettet auf den Genfer Ehrenfriedhof und liegt jetzt in der Nähe von Politikern, Künstlern und Philosophen. Dem Reformator Jean Calvin könnte sie zuwinken.
Mit der Aufnahme auf diesem bedeutenden Friedhof folgte die Stadtverwaltung ihrem Wunsch, aber erweist auch gleichzeitig dem Leben und der Arbeit von Griselidis die ihr zustehende Ehre und Bedeutung. Sie war Prostituierte, Schriftstellerin und Malerin und trat immer geistreich, offen und kämpferisch für die Rechte der Sexarbeiterinnen weltweit ein.
Ich bin ihr mehrmals begegnet und war immer beeindruckt von ihrem Charme und ihrer Kompetenz, aber gleichzeitig auch ihrem gradlinigen und unbeugsamen Einsatz für die Anerkennung der Prostitution.

Filmbeitrag

So. 08. 03. 09
Die besten Glückwünsche für alle Huren zum Internationaler Frauentag!

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog34.JPGJa, auch als Hure ist es wichtig, am Internationalen Frauentag sich seiner Rechte zu besinnen, stille zu halten und sich über das Erreichte zu freuen und dann erneut Kräfte zu sammeln für den weiteren, wohl noch unendlich währenden Kampf um gleichen Rechte für Frauen.
Prostitution ist ein typischer Frauenberuf. Ich schätze, dass 95 % der Sexarbeiter weiblich sind. Dagegen sind die weiblichen Bordellbetreiberinnen stark auf dem Vormarsch: mehr und mehr Frauen machen sich - erfolgreich - selbstständig mit einem eigenen Puff oder führen diesen schon seit vielen, vielen Jahren. Die Mehrzahl der Kunden ist dagegen männlich - die Männer haben halt das Geld!
Aber neben unserem Beruf als Sexarbeiterin sind wir natürlich in erster Linie FRAUEN und da zählt die allgemeine Situation der Frauen auch für uns und hier ist noch viel zu tun: noch immer verdienen wir Frauen in der Regel weniger als die Männer, erreichen die schönen Jobs auf der oberen Karriereleiter in Wirtschaft, Politik und Institutionen eher nicht und halten auch nicht so viel Geld und Macht in Händen. Dafür sorgen wir für den Nachwuchs, für eine menschlichere Welt in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen und zuhause. Es hat sich also nicht viel geändert seit seiner Einführung in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen! So müssen wir am Ball und aktiv bleiben als feministische Sexarbeiterinnen.
Die Partei DIE LINKE stellte im Bundestag den Antrag, dass der Internationale Frauentag als offizieller Gedenktag anerkannt wird. Das würde bedeuten, dass wir an den künftigen 08. März-Tagen offiziell frei hätten.

Mo. 02. 03. 09
Wer sich mal mit einer anderen, als bei uns üblichen Wohnbauweise in viereckigen Häusern beschäftigen will, dem sei ein Ausflug nach Raddusch im Spreewald empfohlen. In riesigen Rundbauten lebten die Slawen, wobei die Außenwände aus Holz dem Schutz vor Feinden dienten. Dahinter, quasi in den Wällen, schliefen die Slawen und ihre Tiere und unterhielten gewaltige Lager. Im freien Innenraum gingen sie allen Arbeiten nach und lebten ihr Leben.
Sind Rundhäuser die neue Idee in der Architektur?

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog35.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog36.JPG

Fr. 27. 02. 09

In Hamburg wurde Domenica, die berühmteste Hure Deutschlands mit einer beeindruckenden Trauerfeier und einem anschließenden Trauerzeug vom Hans-Albers-Platz durch die Herbertstraße geehrt.
Der Film-Ausschnitt gibt einen guten Einblick in Domenica`s Leben und Arbeit und ihr Engagement für Sexarbeiterinnen und eine realistische Betrachtung der Prostitution. Film

Mi. 25. 02. 09
A S C H E R M I T T W O C H : Ja, jetzt ist alles vorbei. Der Karneval = die fünfte Jahreszeit! Wo wir ausgelassen sein konnten, über die Strenge schlagen konnten, Dinge tun konnte, die man eigentlich nicht tut, aber die man jetzt mit einer kleinen Beichte auch wieder ungeschehen machen kann. Man kehrt zum Alltäglichen zurück und alles ist vorbei und vergessen.
Wenn da nicht die Erinnerung wäre und uns immer wieder erinnern würde. Dass es schön war, wie wohl wir uns gefühlt haben, dass wir mal in eine andere Rolle schlüpfen konnten und das schon immer wollten. Jetzt haben wir es ausprobiert, werden uns erinnern und werden es wieder tun - wahrscheinlich.
Doch erst mal kommt die Fastenzeit - die ist auch schön!

Mi. 18. 02. 09
"Hast du Angst vor dem Tod?"
fragte der kleine Prinz die Rose.
Darauf antwortete sie: "Aber nein.
Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht
und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte.
Und Liebe, tausendfach verschenkt,
kehrt wieder zurück zu dem, der Sie gegeben.
So will ich warten auf das neue Leben
und ohne Angst und Verzagen verblühen."
                                        Antoine de Saint-Exupery
 

Mo. 16. 02. 09
"Wenn wir wüssten,
wie kurz das Leben ist,
wir würden uns gegenseitig
mehr Freude machen."
                                        Ricarda Huch

Do. 12. 02. 09
                            
D O M E N I C A    ist   tot!
Domenica war wohl die bekannteste Hure Deutschlands. Sie arbeitete viele, viele Jahre als Domina in der Hamburger Herbertstraße und trieb manch bekannte und auch unbekannte Persönlichkeit durch ihr Studio. Bücher, Filme, Schallplatten und Bilder geben Auskunft über ihr bewegtes Leben und Arbeiten.
Bekannt geworden ist jedoch als erste Hure Deutschlands, die schon in den 70er Jahren ins Fernsehen ging, zu ihrem Beruf stand und die Prostitutionsbranche von vielen Klischees befreite. Sie war wirklich kein Opfer -  höchstens ein Opfer der Doppelmoral und hatte bewiesen, dass der Beruf ohne Kriminalität, Gewalt und Zwang, dafür frei und selbstbestimmt ausgeübt werden kann.
Sie trat in die Öffentlichkeit, als diese auf Prostituierte noch nicht vorbereite war. Sie hatte keine Mitstreiterinnen - eine Hurenbewegung war noch nicht in Sicht. Ich habe sie für diesen mutigen Schritt immer bewundert. Jetzt haben wir sie nicht mehr. Sie war schon lange krank und ist heute in einer Klinik in Hamburg gestorben. Wir haben eine Vorreiterin, Vorbild und mutige Hure verloren.

Mi. 04. 02. 09
Das Leben ist kein Ponyhof! -
Wirklich nicht?

Di. 03. 02. 09
"Fortbildung für Sexarbeiterinnen"!
"Gibt`s nicht" - behaupten die einen. "Geht nicht" - sagen die anderen! "Klappt prima und macht richtig viel Spaß" - sage ich. Wir haben in den Puffs zusammen gesessen, diskutiert, gelernt, Erfahrungen ausgetauscht und uns stark gemacht, denn der Beruf der Prostituierten verlangt eine Menge an Basiswissen z. B. zu Aspekten der Steuern, staatlichen Transferleistungen, den Rechten und Pflichten - auch gegenüber den einzelnen Behörden ... und das alles neben dem vielfältigen Service für die Kunden. Lernen und gleichzeitig arbeiten und Geld verdienen geht gut!
                                                                Empowerment heißt das Zauberwort.

Fr. 23. 01. 09
Freude - Wellness - Genuss - alle Sinne wurden befriedigt und nachhaltig können alle Batterien aufgetankt werden. Der Service macht`s und das Ambiente ist ganz wichtig dabei. So kann der Gast ein "(Ent)spanntes und anregendes erotisches High Light erfahren, beseelt nach Hause schweben, weil er es sich körperlich und seelisch hat gut gehen lassen" - mit dem 6-Sinne-Programm in der Fürstensuite des superschicken Liebestempels Liberty.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog32.jpgBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog33.jpg

Di. 20. 01. 09
Die Lunchkonzerte im Foyer der Berliner Philharmonie sind längst kein Geheimtipp mehr. Jeden Dienstag strömen vor 13 Uhr Berliner und Touristen, jung und alt zu diesem kostenlosen Event. Es herrscht eine zwanglose Stimmung: einige haben sich Klappstühle mitgebracht, andere sitzen direkt auf dem Boden oder tummeln sich über die Treppen. Andere stärken sich noch schnell am Büfett. Treten die Künstler dann auf das Podest, taucht alles ein in einen andachtsvollen Moment. Das Geschnatter hört auf und selbst die kleinsten Kinder geben keinen Mucks mehr von sich. Das Abenteuer Klassik beginnt und zieht immer wieder alle in seinen Bann.
Jeden Dienstag wiederholt sich dieses Schauspiel mit wechselnden Künstlern und immer neuem Repertoire. Danke an die Berliner Philharmoniker!

Mo. 19. 01. 09
Heute feiern wir 90 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland.
Erst am 12. November 1918 erhielten wir Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Seitdem dürfen wir an allen Wahlen teilnehmen, d. h. unser Kreuzchen machen und wir können als Volksvertreterinnen gewählt werden. Ein langer Kampf der Frauenbewegung war dem vorausgegangen. So hatte schon Olympe de Gouges 1791 im Zuge der französischen Revolution u. a. die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" verfasst. Dafür war sie als Hochverräterin geköpft worden.
Die SPD hatte sich in Deutschland schon 1891 zum Frauenwahlrecht bekannt. Sie konnte diese Forderung jedoch erst während der Novemberrevolution durch den "Aufruf des Rates der Volksbeauftragten an das deutsche Volk" durchsetzen. Verankert wurde das Frauenwahlrecht dann im Gesetz "Verordnung über die Wahlen zur Verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung" vom 30. November 1918.
Erstmals nahmen Frauen in Deutschland dann am 19. Januar 1919 an der Wahl zur Nationalversammlung teil.

Heute, nach nur 90 Jahren, scheint uns der lange Kampf um das Frauenwahlrecht weder bewusst noch wichtig zu sein, bedenkt man die immer geringer werdende Wahlbeteiligung. Vielleicht können wir uns auch nicht mehr vorstellen, dass Frauen für dieses Recht sogar mit ihrem Leben bezahlten. Es ist so selbstverständlich geworden, dass wir es sogar eher mit Füßen treten als dafür eintreten und uns praktisch einmischen und die Politik mitgestalten.
Dabei könnte so vieles verbessert werden - allein im Bereich Prostitution!

Di. 13. 01. 09
In der Neuen Nationalgalerie Berlin sind noch bis Anfang Februar die äußert umfangreichen Arbeiten des Malers Paul Klee zu bestaunen, quasi von seiner gesamten Schaffenszeit (1879 - 1940). Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen - zumal ein Museumsbesuch immer anregend ist: man wird mit anderen Sichtweisen konfrontiert, kann seinen Horizont erweitern, Anregungen nach Hause tragen oder sich einfach nur beglücken lassen.
Leider ist Herr KLEE nur ein Namensvetter.

Beschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog30.JPGBeschreibung: D:\highlights\highlights-berlin_de\Blog31.JPG

Do. 01. 01. 09
Ein abwechslungsreiches Jahr voller neuer Erkenntnisse und Herausforderungen ist zu Ende. Es hat mir viel Freude gemacht, sie mit Euch/Ihnen zu teilen. Gerne schaue ich auf die gemeinsame Zusammenarbeit zurück und danke Allen ganz herzlich.

Das bevorstehende neue Jahr wird sicher weitere gemeinsame Anstrengungen und Unternehmungen erforderlich machen. Ich wünsche Allen einen guten Start ins Jahr 2009 und die entsprechende Kraft und Freude, es erfolgreich zu gestalten. Bleiben Sie gesund und munter.

Alle Blog-Einträge aus dem Jahre 2008 wurden ins Archiv gelegt!